Flaschenaufzucht

Wer viele Tiere besitz und Jungtiere nachzieht, wird von Zeit zu Zeit bei der Jungtieraufzucht Probleme bekommen. Entweder hat die Mutter keine oder zu wenig Milch oder sie akzeptiert das Jungtier überhaupt nicht.

Wenn man das Jungtier retten will, muss es nun mit der Flasche und entsprechender Austauschmilch gefüttert werden. Wichtig dabei ist, das das Jungtier zu allererst die Kolostralmilch von der Mutter erhält. Ohne diese erste Milch ist die Aufzucht nur sehr selten erfolgreich.

Lämmeraufzucht

Bei unseren Lämmern verwenden wir den Milchaustauscher von der Firma SCHAUMANN. Bei dieser bekommen die Lämmer nicht so arg Durchfall und diese Milch ist auch nicht so fettig. Wir nehmen immer einen 25 kg Sack. Bei einem Lamm ist das gerade ausreichend. Das Lamm erhält die Milch aus einer normalen Babyflasche. Es muss dabei beachtet werden, das der Nutsch nicht zu groß ist und auch das Loch darf nicht zu groß sein, damit sich das Lamm nicht verschluckt.

Wie oft soll das Lamm dann gefüttert werden? Die Menge zum an mischen findet man auf der Beschreibung des Sackes. Zu Beginn wird das Lamm keine ganze Flasche trinken. Manche saufen nur ein paar Gramm, dies wird sich aber schnell ändern. Wir geben zu Beginn 6 – 8 Mahlzeiten je nachdem wie gut das Lamm säuft. Diese Anzahl wird dann reduziert bis zum Schluss auf drei Mahlzeiten.

Ganz wichtig bei der Aufzucht von Lämmern ist immer die Wärme. Entweder nehmen wir das Lamm mit nach Hause oder es erhält eine Rotlichlampe im Stall.

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Katzenaufzucht

Auch mehrere kleine Katzen haben wir schon per Fläschchen aufgezogen. Hierzu haben wir Katzenaustauschmilch verwendet. Mit der Marke „RoyalCanin“ haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Die kleinen Katzen konnten bei dieser Milch sehr schlecht Kot absetzten. Wir haben sehr gute Erfahrung dagegen mit der Marke „Trixi“ bei der Aufzucht gemacht

Bei Katzen habe ich alle 2 – 3 Stunden in den ersten drei Lebenswoche gefüttert. Danach habe ich die Menge der Milch erhöht und die Anzahl der Mahlzeiten reduziert.

Wichtig auch hier ist Wärme. Dabei haben wir mit einer Wärmflasche gearbeitet, welche wir gut abgedeckt haben, sodass die kleinen darauf liegen konnte, ohne dass sie austrocken. Bitte nicht abdecken!

Nach der Fütterung müssen die kleinen ausgeputzt werden, da sie von alleine weder Harn noch Kot lassen können. Am besten macht es sich wenn man die kleinen vorsichtig auf den Rücken legt und etwas hoch hält und mit Küchentücher dann den Bauch massiert. Wir haben dies immer unseren Hund machen lassen.